Sauermilchkäse - Geschichte

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Tradition und Qualität
Die Herstellung von Sauermilchkäse ist seit rund 7.000 Jahren bekannt. Durch Zufall entdeckten die Sumerer, dass Milch, die stehen gelassen wird, eindickt und sich mit der Zeit eine feste Masse bildet. Der erste Sauermilchkäse war entstanden. Das Wissen um die Sauermilchkäseproduktion wurde von den Römern im Altertum in ganz Europa verbreitet. history

Der Beginn der Sauerkäseherstellung im Montafon geht zurück bis in das 12. Jahrhundert. Damals wurden in der Talschaft die ersten Sauerkäse
für den Eigengebrauch hergestellt. Auch heute noch ist das Montafon weit über die Grenzen bekannt für die Sauerkäseherstellung.


Aus dem Jahre 1874 stammt die Abbildung von Wilckens, die sehr schön den Käsker, Römische Käseform
ein charakterisitsches Gerät der Sauerkäseherstellung, zeigt.


Eine Tradition die es wert ist, erhalten zu bleiben, als Teil der Geschichte des Montafons und als Lebensgrundlage für die Bauern der Talschaft in der heutigen Zeit.

 

" ... die kleinräumigen Strukturen am Leben lassen, weil sie dem Leben sind."
(Heinz Bitschnau, Bartholomäberg)


Käsetradition in Vorarlberg
Vorarlberg kann somit heute auf eine lange Tradition in der Käseerzeugung zurückblicken. Historische Urkunden aus dem 12. Jahrhundert belegen bereits die Produktion von Käse in Form des damals üblichen Käsezinses.

Mit sehr großer Sicherheit wurde aber schon lange vorher in Vorarlberg Käse hergestellt, denn die Kelten - die Pioniere der Käserei im Alpenraum - besiedelten Vorarlberg bereits vor Christi Geburt. KäskerDas beweisen Funde von Gebrauchsgegenständen der Kelten nicht nur in den Tälern, sondern auch auf den Alpen und Bergpässen Vorarlbergs.

Die Kelten waren es auch, die den "Käsker" nach Vorarlberg brachten. "Käsker" ist ein rätoromanischer Ausdruck keltischen Ursprungs und bezeichnet die Form, in der die Käsemasse im Alpbetrieb noch heute ausgepresst wird.

Mit dem Aufkommen der Labkäserei nach Appenzeller Art im 17. Jahrhundert bekam der "Sura Kees" ernsthafte Konkurrenz. Labkäse war besser lagerfähig und transportierbar. Daher eignete er sich besser für den überregionalen Transport in die neu entstehenden Städte.

 

Nur im Montafon blieb die Sauermilchkäserei erhalten
Aus dem Jahre 1781 stammt der Reisebericht von Catani, dem wir eine sehr aufschlussreiche Beschreibung der Sauermilchkäserei im Montafon verdanken.

milchinbrenta

Er schreibt:  

"Ihr ganzes Verfahren besteht darinnen: sie lassen die mit Milch gefüllten Geschirre (...) 6 bis 8 Tage ungerührt stehen; dann nehmen sie den Rahm (...) zum Buttermachen (...). Die abgerahmte Milch, welche gemeiniglich schon dick ist, wird in den über das Feuer gesetzten Kessel geschüttet, darunter gelinde gefeuert, bis der Käß völlig oben auf von der Schotten geschieden steht (...)."

 

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